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Lilli Licka aus Wien schrieb am 14. August 2017 um 10:55 Uhr:
Ich unterstütze diese Petition, weil sie den langfristig richtigen Weg aufzeigt, wie effizient mit der Ressource Raum umgegangen werden kann. Aus Sicht einer Landschaftsarchitektin ist einerseits eine gedeihliche Siedlungsentwicklung im Inneren wichtig, also eine maßvolle Verdichtung, die hochwertige, zugängliche und nutzbare Freiräume bereithält. Andererseits sind große, zusammenhängende Landschaftsräume außerhalb der kompakten Bebauung zu erhalten. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sind beide Kategorien von ausgleichendem Grünraum erforderlich - kleinere Anlagen tragen zum Ausgleich des Mikroklimas im Siedlungsgebiet bei, ein großflächiger Kühleffekt gegen Hitzeinseln ist ab 40ha zu erreichen. Auch zur Förderung sozialer Kohäsion ist die Versorgung mit Grün- und Freiraum essentiell. Eine ressourcenschonende und effiziente Raumplanung ist dafür Voraussetzung.
Harald Denifle aus Pfäfersweg 20 A, 6830 Rankweil schrieb am 2. Juli 2017 um 17:12 Uhr:
Zu Beispiel 3:
Eine gezielte Irreführung
Die angegeben grünen Flächen sind vielfach lediglich als Bauerwartungsland gewidmet und die Gemeinden sind gar nicht bereit eine Nutzung als Baugrund zuzulassen. Und wird trotzdem mal versucht ein Teilgebiet umzulegen, dann gibt es keine unabhängigen Bauingenieure (Vermesser), welche in der Lage sind, eine korrekte Gebietsumlegung durchzuführen. Stets wird versucht für einige wenige zum Vorteil umzulegen wobei der Schaden für die Verlierer zum Teil beträchtlich sind. Im Zuge einer solchen versuchten Gebietsumlegung wurde uns vom beeideten Planer mitgeteilt:
Das es immer Verlierer und Gewinner geben würde.
In Österreich gibt es keine unabhängigen Bauingenieure.
Es gibt eine Wirtschaftslobby, welche sich nach Belieben fördert und macht was immer diese will.
Von Beben und Baumeistern
Am 24. Januar 1837 wurde der schweizerische Ingenieur- und Architektenverein – SIA – gegründet.
Die „Neue Zürcher-Zeitung NZZ“ schrieb am 25. Januar 1837:
(unter anderem)
Wir kennen mehrere unter ihnen als fachkundige, besonnene und vaterländisch gesinnte Männer. Wir dürfen daher der Hoffnung Raum geben, dass sie und ihre Kollegen dieser Vereinigung eine gemeinnützige Richtung geben werden, und dass dadurch der Versuch auf den Geldbeutel der Unkundigen durch geschwätzige Baumeister beseitigt bleibt.
In Österreich gibt es leider nur die „geschwätzigen Baumeister“ und einige Architekten welche sich allumfassend auch als Bauingenieure sehen.
Baukultur sieht anders aus.
Harald Denifle
Dipl. Ing FH SIA
Pfäfersweg 20 A
6830 Rankweil
Zentralvereinigung der Architekten Österreichs schrieb am 9. Mai 2017 um 15:34 Uhr:
Geschätzte Initiative vau I hoch I drei,

die ZV ist eine österreichweite Berufsvereinigung in der Architektenschaft mit ca. 200 Mitgliedern in Vorarlberg. Wir beschäftigen uns mit der Gestaltung unseres gemeinsamen Lebensraumes und verfolgen das Ziel der Definition und der Schaffung Architektonischer Qualität.

Die Raumplanung setzt für die Entwicklung unseres Lebensraumes die Rahmenbedingungen und hat daher aus unserer Sicht im Sinne des Gemeinwohls zu erfolgen.

In den vergangenen Jahren hat sich jedoch eine Schieflage entwickelt, der es aktiv entgegenzutreten gilt.

Bauflächenbestand, der nicht genutzt werden kann und auf dem Grundverkehr nicht zur Verfügung steht, führt zum weiteren Anstieg der Grundstückspreise in einer bereits angespannten Situation und in weiterer Folge auch zur Erhöhung der Preise am Wohnungsmarkt.

Außerdem können geplante Raumentwicklungen nicht umgesetzt werden und die Zersiedelung schreitet voran.

Grund und Boden als Spekulationsobjekt belastet die Grundstückssituation in Vorarlberg erheblich und schränkt eine vorausschauende räumliche, gesellschaftliche und auch wirtschaftliche Entwicklung ein.

Als Architekten sind wir in unserer Arbeit täglich mit den Auswirkungen der Bodenknappheit konfrontiert und sehen die Dringlichkeit einer Anpassung der Rahmenbedingungen.

In diesem Sinne unterstützt die Zentralvereinigung der Architekten in Vorarlberg die Initiative vau I hoch I drei und steht auch gerne als Diskussionspartner zur Verfügung.
Verein Bodenfreiheit schrieb am 8. Mai 2017 um 12:39 Uhr:
Der Verein Bodenfreiheit begrüßt die Initiative vau|hoch|drei für eine gemeinwohlorientierte Raumentwicklung in Vorarlberg. „In mehr als fünf Jahren Pionierarbeit haben wir gezeigt, dass viele Bürger bereit sind für eine ehrliche und mutige Raumplanung. Dass sich dazu nun auch viele Bürgermeister und Architekten offen bekennen, ist ein Meilenstein“, so Martin Strele, Obmann des Vereins Bodenfreiheit, über den neuen Mitstreiter vau|hoch|drei.

„Das bietet die Chance, dass Vorarlberg die Rolle als raumplanerisches Schlusslicht abwirft und mit dem Ziel, seinen Raum vernünftig zu ordnen, ernst macht“, ist Strele überzeugt. Unabdingbar ist für ihn auch die Infrastrukturabgabe auf Flächen, die zwar als Betriebsgebiet oder sonstiges Bauland gewidmet sind, aber nicht so genutzt werden.

Dass Wirtschaftskammer-Präsident Hans-Peter Metzler diese Abgabe als „zusätzliche Belastung für Unternehmen wie Private“ bezeichnet und „definitiv ablehnt“, ist für den Verein Bodenfreiheit unverständlich. Strele: „Das passt nicht zur Aufgabe, die das Gesetz der Wirtschaftskammer stellt, nämlich zur Förderung der Wirtschaft.“

Infrastrukturabgabe nur Vorteil für Wirtschaft Wirtschaften bedeute, Waren herzustellen oder Dienstleistungen zu erbringen. Dafür genutzte Flächen würden nicht unter die Infrastrukturabgabe fallen. Die Abgabe wäre also keine Belastung für die Wirtschaft, argumentiert der Vereinsvorstand, sondern würde ihr im Gegenteil mittel- und langfristig sogar enorm helfen. Denn die Abgabe wäre ein Anreiz für Grundbesitzer, Gewerbeflächen nicht brachliegen zu lassen, sondern sie zur betrieblichen Nutzung freizugeben.

„Wer die Infrastrukturabgabe ablehnt, schützt nur die Bodenspekulanten und schadet den aktiven Betrieben“, ist Strele überzeugt. „Das kann nicht die Aufgabe der Wirtschaftskammer sein, die ja die gesetzliche Interessenvertretung aller ihrer Mitglieder ist.“
Thomas Kopf aus Hohenems schrieb am 28. April 2017 um 20:48 Uhr:
Ich würde begrüßen wenn die Initiative die Sache sogar noch etwas grundsätzlicher angeht und eine Diskussion über Urbanität anstösst. Qualitativ orientiert an den hohen Standards der Stadtimpulsreihe von SeeundStadtundMehr. Einen guten ersten Impuls insbesondere für die vielen betroffenen Gemeindepolitiker könnte nochmals Dietmar Eberle geben mit seinen „Dichte und Atmosphäre“-Untersuchungen und seiner „Vision“, dass bei höchster städtischer Dichte theoretisch ganz Vorarlberg im Umkreis von 900 m zum Bodensee wohnen könnte. Eberle hat sehr nachvollziehbar dargelegt, dass die Nachverdichtungen der lockeren EFH-Quartiere unnötig die Wohnqualität des Bestandes beeinträchtigen und zum Dauerkonflikt beitragen. Die Eberle (et al)-Kernforderung: „Wir müssen wieder lernen Städte zu bauen“ klingt jedenfalls schon sehr plausibel und könnte ein guter Einstieg in die Diskussion eines Vorarlberger „Raumbildes“ sein.
Norbert Gassner aus Altach schrieb am 25. April 2017 um 8:38 Uhr:
Es haben 23 Bürgermeister unterzeichnet. Vorarlberg hat 96 Gemeinden. Somit haben nicht wii in den Zeitungen berichtet mehr als ein viertel sondern weniger als ein viertel Unterzeichnet.
Jürgen Nesensohn aus Rankweil schrieb am 23. April 2017 um 6:45 Uhr:
Aus meiner Sicht als Grundeigentümer geht Ihr Ansinnen in Richtung Enteignung, um nicht zu sagen Diebstahl.
Daniela Egger aus Bregenz schrieb am 18. April 2017 um 19:59 Uhr:
Gratulation zu dieser Initiative und zur tollen Vorarbeit! 30 Bürgermeister zu gewinnen ist eine beachtliche Leistung 🙂